SM Aktive im Letzigrund

by WebAdmin
SM Aktive im Letzigrund

25.7.26

Am Samstag des SM-Wochenendes machte sich Philipp auf den Weg Richtung Letzigrund. Das Ziel war klar: Finaleinzug! Mit der sechstbesten Zeit in diesem Jahr lag dieses Ziel im Bereich des Möglichen. Er konnte auf eine vielversprechende Trainingsperiode zurückblicken und wusste, dass er in Form war. Umso präsenter war auch die Nervosität vor dem Lauf, gerade auch, weil die SM im Letzigrund über die Bühne ging. Dort, wo sonst Weltklasse-Athleten ihr Diamond League Finale absolvierten, sollte er bald um den Finaleinzug kämpfen. Nervös aber gefasst ging er mit viel Selbstvertrauen in den Callroom, wo dann die Nummer drei der Schweiz nicht auftauchte. Somit rückte sogar ein Vorlaufsieg in Griffnähe.

Philipp startete sehr schnell und konnte die ersten beiden Hürden sehr aktiv überqueren. Auf der Gegengerade fehlte das letzte Quäntchen Überzeugung schon dort kompromisslos am vorderen Rücken vorbeizuziehen. Er lief aber weiterhin ohne Fehler und brachte sich eingangs Zielgerade in eine vielversprechende Position, gleichauf mit zwei weiteren Kontrahenten. Die Zielgerade lief er dann so schnell wie noch nie. Der Rhythmus passte, die Hürdenüberquerungen ebenfalls und er konnte mit diesem Schlussspurt den Vorlaufsieg tatsächlich nach Hause laufen! Ein grosses Q stand in den Resultaten und eine sehr solide Zeit von 51.79 s. Jetzt hiess es, sich gut zu erholen und Reserven zu tanken.

26.7.26

Am nächsten Tag stand für Philipp der Finallauf an. Das kräftezehrende Rennen vom Vortag hatte seine Spuren hinterlassen. Er spürte seine müden Beine immer noch und wusste deshalb nicht, wie er wenige Stunden später würde liefern können. Nach einer Blackroll- und Massageeinheit ging es seinen Beinen schon erheblich besser und damit kam auch der Wille zurück in diesem Final nicht nur mitzulaufen, sondern seine Gegner herauszufordern. Obwohl er sein Ziel, im Final zu stehen, schon erreicht hatte, konnte er dennoch die Spannung aufrechterhalten. Beim Einwärmen konnte er dann auch noch die restliche Müdigkeit aus seinen Beinen schütteln und fühlte sich somit bereit für das Rennen.

Es war ein überwältigendes Gefühl, als einer der besten 400m Hürdenläufer ins Letzigrund einzulaufen. Im Moment selbst herrschte aber voller Fokus und Tunnelblick auf die Aufgabe. Der Startschuss ertönte und wieder kam er gut aus den Blöcken. Auch die ersten beiden Hürden waren wieder sehr sauber und angriffig. Die Gegengerade war diesmal schneller als im Vorlauf, die Hürdenüberquerungen mit dem nicht dominanten Bein aber immer noch etwas zu hoch und inkonsequent. Er konnte den Rhythmus sauber weiterziehen bis zum Beginn der Zielgeraden. Dort befand er sich etwa auf dem sechsten Zwischenrang. Er zog sich immer näher an die beiden Läufer vor sich, bis er nach der letzten Hürde merkte, dass er sie noch überholen konnte. Er warf noch einmal all seine Kräfte in die letzten paar Meter und konnte es kaum glauben, als er als Vierter die Linie überquerte! Wie immer musste er sich kurz hinlegen, noch immer ungläubig, dass er gerade viertschnellster 400m Hürdenläufer bei den Aktiven geworden war. Am selben Morgen noch wusste er nicht wie er mit diesen müden Beinen einen 400m Hürdenlauf absolvieren sollte und nun wurde er Vierter, wiederum mit einer sehr guten Zeit von 51.71 s! So fest hatte er sich wohl das erste Mal über einen vierten Rang gefreut.

Ein riesiger Dank geht an alle Fans, die im Stadion oder am Bildschirm mitgefiebert haben!

Philipp

Zur Galerie